Was
ist der Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg? - Auslober,
Bewerbungsmodalitäten und Gründe für die Auslobung
Das
Umweltministerium Baden-Württemberg, zusammen mit dem
altlastenforum Baden-Württemberg e. V., lobten für das
Jahr 2006 erstmals den Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg
aus. Die Auslobung des Flächenrecyclingpreises von einem
wissenschaftlich technischen Umweltverband ist die erste
dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland im Bereich
der Wiedernutzung von Brachflächen.
Mit dem Flächenrecyclingpreis sollen Projekte prämiert
werden, bei denen es gelungen ist, brachgefallene, besonders
problembehaftete und kontaminierte Gewerbe- und Industrieareale
erfolgreich zu sanieren und sie durch eine Umnutzung
wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück zuführen.
Voraussetzung war, dass im Revitalisierungsprozess innovative
und praxisnahe Ansätze des Flächenrecyclings, bezogen
auf die Verbesserung der Umweltsituation sowie auf eine
wirtschaftliche Aufwertung des Standorts, angewandt
wurden. In den Bewerbungsrichtlinien lag der Schwerpunkt
besonders auf folgenden Aspekten:
-
Komplexität der Kontaminationen und der Sanierungsproblematik
-
Organisatorisch hohe Anforderungen
- Zusammenarbeit
der am Projekt beteiligten
-
Gelungene städtebauliche Gestaltung
-
Finanzierung ¾ Langfristige positive wirtschaftliche
Effekte
-
Risiko und Haftung
-
Besonderheiten sowie innovativer Ansätze des Projekts
Anhand
o. g. Schlagworte galt es 26 Fragen, die sich auf das
Projekt und die Entwicklungsmaßnahme bezogen, zu beantworten.
Durch die Auslobung des Preises sollten Projektentwickler
angeregt werden, erfolgreich umgesetzte und abgeschlossene
Flächenrevitalisierungen von Gewerbe- und Industriebrachen,
die sich durch die Lösung besonders komplexer Probleme
und Hemmnisse hervorgehoben haben, für die Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Praxisnahe Lösungsansätze mit
Modellcharakter - so genannte "Best-practice-Beispiele"
- sollten auf diese Weise ausfindig gemacht werden und
so für zukünftige Projekte aufgezeigt werden.
Auswahl und Prämierung des Gewinners
Eine
Jury aus Umweltexperten, Hochschul- und Behördenvertretern
nahm die Auswertung der eingereichten Unterlagen vor.
Den ersten Preis für das innovativste Projekt erhielt
die Planungs- und Projektentwicklungsgesellschaft Dr.
Eisele mbH (PPE). Im Rahmen einer eintägigen Veranstaltung
am 17. März 2006 wurde die PPE durch die Umweltministerin
von Baden-Württemberg Tanja Gönner öffentlich prämiert.
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