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Flächenrevitalisierung des "Schuler-Areals" im Zuge der Umsiedlung eines Gewerbebetriebs
(1998 - 2005)

 
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Der Standort

 
 
Luftbild Fa. Schuler, Juli 1999

In der Singener Südstadt wurde auf einer Fläche von ca.
13 500 m seit Jahrzehnten eine Rohstoffverwertung durch die August Schuler GmbH betrieben. Aufgrund der Lage des Grundstücks in einem Wasserschutzgebiet wurde die Betriebsgenehmigung nicht verlängert.

Die August Schuler GmbH erwarb deshalb ein neues Betriebsgelände im Singener Industriegebiet und errichtete eine moderne Produktionsstätte.

 
 

Mitte Mai 2001 erfolgte die Umsiedlung der Firma in das Industriegebiet und die Übernahme des ehemaligen Betriebsgeländes durch die PPE.

Die Altlastensituation

Aufgrund des langjährigen Betriebs waren vor allem in der oberflächennahen Bodenzone z. T. massive Untergrundverunreinigungen vorhanden. Es handelte sich hierbei im Wesentlichen um Mineralölkohlenwasserstoffe und polychlorierte Biphenyle. Die Schadstoffe waren z. T. großflächig verteilt. Die Bodenverunreinigungen und städtebaulichen Rahmenbedingungen verhinderten bislang eine Umsiedlung des Gewerbebetriebs und eine geordnete Neunutzung des Areals.

Auf der Grundlage einer städtebaulichen Konzeption und umfangreichen Untersuchungen zur Altlastensituation wurde ein Sanierungsplan nach § 13 BBodSchG erarbeitet, den das Landratsamt Konstanz im Dezember 2000 für verbindlich erklärte.

Neben dem Rückbau vorhandener Gebäude wurde unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung des Areals und im Hinblick auf die Wirkungspfade Boden - Grundwasser und Boden - Mensch das belastete Bodenmaterial, das eine Schadstoffkonzentration oberhalb der vereinbarten Sanierungszielwerte aufwies, vollständig ausgebaut und einer ordnungsgemäßen Verwertung/Entsorgung zugeführt. Die Maßnahmen zum Rückbau und zur Sanierung des Standorts wurden im Zeitraum Mai bis Oktober 2001 durchgeführt.

Standortentwicklung und Flächenfolgenutzung

Die Stadtverwaltung Singen, die in diesem Teil der Südstadt eine zusammenhängende, städtebauliche Entwicklung vollzogen haben wollte, unterstützte die Standortentwicklung und Flächenfolgenutzung mit Fördermitteln zur Stadtsanierung und durch ihre konstruktive Mitwirkung.

Zusammen mit zusätzlich erworbenen, privaten Nachbarflächen und stadteigenen Grundstücken belief sich die gesamte Umnutzungsfläche auf 17 750 m².

 
 
Baureif gemachtes Grundstück; ehem. Fa. Schuler,
August 2002

Im September 2000 wurde von der Stadtverwaltung Singen ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet.

Nach knapp 8 Monaten - im Mai 2001 - lag der Satzungsbeschluss vor. Der Bebauungsplan weist für das ehemalige "Schuler-Areal" eine Mischnutzung aus. Ursprünglich war geplant, neben einem Gewerbegebiet im Westen im östlichen Grundstücksbereich Wohnbebauung vorzusehen.


 


 

Im Zuge der Vermarktung stellte sich heraus, dass aufgrund der städtebaulich ungünstigen Lage zwischen einem gewerblich genutzten Bereich und einer Bahnlinie für eine Wohnbebauung keine Nachfrage bestand. Mit ALDI Süd konnte ein Nutzer für eine Teilfläche des Areals gefunden werden.

Im Jahr 2003 ermöglichte die Stadt Singen durch eine Bebauungsplanänderung die Nutzung dieses Teilbereichs durch Einzelhandel. Die restliche Teilfläche von 9 380 m² erwarb ein ortsansässiger Betrieb, der einen Standortwechsel anstrebt.

 

 
Realisierung Aldi Süd abgeschlossen, Juli 2005

 

 
 


Folgende Maßnahmen zur Standortentwicklung wurden durchgeführt:

  • Kauf des ehem. Schuler-Geländes und Arrondierung des Grundstücks durch den Erwerb von Nachbargrundstücken
  • Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens in Zusammenarbeit mit der Stadt Singen
  • Rückbau vorhandener Gebäude
  • Untergrundsanierung: Aushubmaßnahme im Zuge der Baureifmachung
  • Teilung und Veräußerung der parzellierten Grundstücke an Aldi Süd und einen ortsansässigen Gewerbebetrieb